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Champagnergate 2
Alexander Unrath, Sprecher der Grünen Jugend Bad Homburg, äußert sich für Bündnis/Die Grünen über die Jungherr-Video-Affäre
Alexander Unrath, Sprecher der Grünen Jugend Bad Homburg, äußert sich für Bündnis/Die Grünen über die Jungherr-Video-Affäre. Hier der Zeitungsartikel aus der FR vom 3.4.09
"Champagnergate", die Zweite
Auch Grüne sauer über Jungherr-Video
VON ANDREAS KRAFT
Nach der SPD kritisieren nun auch die Grünen und die BLB das neue Internetvideo der Stadt. Die Grünen fordern den Magistrat auf, das Video zumindest vorerst von der städtischen Internetseite zu nehmen. "Wahlkampf ist Sache der drei Kandidaten und nicht der Stadtverwaltung", sagt Alexander Unrath, Vorstandsmitglied der Bad Homburger Grünen. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung lasse darauf schließen, so die BLB-Fraktionsvorsitzende Beate Fleige (BLB), "dass man sich gesagt hat: Da machen wir mal richtig Reklame für Frau Dr. Jungherr."
In dem knapp zwei Minuten langen Film wirbt Ursula Jungherr (CDU) als Oberbürgermeisterin für die Wohnungspolitik des Magistrats. Für rund 10.000 Euro testet das Rathaus derzeit, inwieweit Videos das Internetangebot der Stadt Bad Homburg attraktiver machen können.
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"Respektlos gegenüber Bürgern"
Ähnlich wie die SPD stört die Grünen das nicht grundsätzlich. Der Zeitpunkt der Internet-Offensive mitten im OB-Wahlkampf sei aber durchaus fragwürdig: "Wenn Frau Dr. Jungherr es ernst mit Bad Homburg meint, hätte sie das Video in den fünf Jahren davor ins Internet gestellt", sagt Unrath, "und nicht drei Wochen vor der Wahl. Damit zeigt Jungherr ihre Respektlosigkeit gegenüber den Bürgerrinnen und Bürgern."
Gegenüber der Frankfurter Rundschau hatte das Rathaus die Videos unter anderem damit verteidigt, dass sie durch einen Beschluss des Stadtparlaments gedeckt seien. Fleige erinnert sich auch noch an die Diskussion im Hauptausschuss der Stadtverordnetenversammlung, das Internetangebot attraktiver zu machen. "Ich hatte das aber ganz anders verstanden", sagt sie. "Es war etwa die Rede davon, die Vereine in das Angebot einzubinden." Zudem habe man sich damals darauf geeinigt, dass zunächst ein Konzept erstellt werde, über das die Stadtverordneten dann gemeinsam noch einmal beraten sollten. Jetzt die Videos ohne Ankündigung und vorherige Beratung auf der Internetseite zu entdecken, habe sie daher sehr befremdet.