„Frontalpolitk braucht kein Mensch. Teamplay ist angesagt“ – Landesvorstand der Grünen Jugend Hessen fordert Innenminister Friedrich auf, Fußballfans in die Debatte um die Sicherheit in Stadien miteinzubeziehen.

Bei der Diskussion um die Sicherheitsmaßnahmen in deutschen Fußballstadien, kritisiert der Landesvorstand der Grünen Jugend Hessen (GJH) die Frontalpolitik von Bundesinnenminister Friedrich (CSU). Dieser plant schärfere Sicherheitsbedingungen in den Arenen und fordert darüber hinaus die Abschaffung von Stehplätzen. „Es erschließt sich uns nicht, warum Stadien sicherer werden, wenn es nur Sitzplätze gibt“, erklärt Alexander Unrath, Landesschatzmeister der Grünen Jugend Hessen. „Vielleicht hat Innenminister Friedrich bislang nur Stadionerfahrung in der VIP Lounge der TSG Hoffenheim gemacht. Dass es dort ruhig zugeht, ist klar. Das liegt aber nicht an den Sitzplätzen“, ergänzt Unrath.

Generell moniert der Landesvorstand der Grünen Jugend Hessen die Frontalpolitik des Bundesinnenministers bei der Diskussion. „Redet man über Sicherheit im Stadion müssen auch die Betroffenen mit an den Tisch geholt werden. Das leuchtet dem Innenminister scheinbar bisher nicht ein“, fügen Lysanne Dobranz und Benjamin Weiß, Landesvorsitzende der Grünen Jugend Hessen an. Der Dialog ist mitunter einer der wichtigsten Maßnahmen um Sicherheit in Stadien garantieren zu können. Deswegen fordern Dobranz und Weiß den Bundesinnenminister auf, die zahlreichen Fangruppen in die Diskussion mit einzubeziehen und den Entscheidungsprozess transparent zu halten. “Nur wenn die erforderlichen Maßnahmen von allen Beteiligten gemeinsam getragen werden, können diese auf einer breiten Basis umgesetzt werden“ erklären sie.