Kultur

Kultur für Alle!

Martina Taylor / pixelio.de

Viele Menschen hören den Begriff Kultur und verbinden damit konkrete Dinge wie Theater oder Museen, doch Kultur ist viel mehr, Vereine, Musik, Lyrik, Geschichte, Baukunst, Politik etc. Kultur ist etwas viel größeres als die konkreten Beispiele. Es ist ein Geist, der uns umgibt, den wir mit unserer Anwesenheit nutzen, um uns zu erholen, aber zugleich auch gestalten, indem wir uns in die Gesellschaft einbringen. Damit ist Kultur nicht nur ein Kostenfaktor, wie es einige Menschen behaupten, sondern dient zur körperlichen und geistigen Erholung. Ebenso sorgt Kultur für eine Emanzipation in den unterschiedlichsten Themenbereichen. Menschen werden nicht nur durch Kultur gebildet, sondern lernen miteinander umzugehen und tolerant zu sein. In einem Fußballverein kommen Menschen aus verschiedenen Gesellschaftsstrukturen zusammen und üben gemeinsam eine Sportart aus. Dabei ist der gesellschaftliche Status uninteressant, sie treten als EIN TEAM auf und haben ein gemeinsames Ziel, das sie gemeinsam erreichen wollen. GRENZEN WERDEN ÜBERSCHRITTEN!

Kultur ist viel mehr als Unterhaltung. Kultur hat in ihrer Vielfalt eine gesellschaftliche Aufgabe und somit hat sie das Recht, durch die öffentliche und private Hand gefördert und subventioniert zu werden. Es soll erreicht werden, dass auch eine Teilhabe für sozial Schwächere möglich ist. Kultur ist nicht nur für wenige da, sondern für ALLE! Mit der Unterstützung durch die Politik und die Gesellschaft kann und muss die Kultur für alle möglichst barrierefrei zugänglich gemacht werden.

Subventionen durch die öffentliche und private Hand sind dringend notwendig, um ein breites und bezahlbares Angebot zu gewährleisten die Kultur in ihrer Vielfalt erhalten, fördern und ausbauen Kultur kann Grenzen überwinden und Gemeinsamkeiten schaffen

Kultur und Wirtschaft

Auch Unternehmen legen immer mehr Wert auf Kultur. Bei der Standortsuche für einen Betrieb spielen die so genannten „weichen Standortfaktoren“, wie z.B. Kultur, eine immer größere Rolle. Unternehmen wissen, was für ein Ausgleich ein hohes Angebot im kulturellen Bereich für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schafft. So kann eine gut gepflegte Parkanlage oder ein gut erhaltendes Schwimmbad gegen psychische Erkrankungen vorbeugend wirken. Kultur wirkt gesundend auf Körper und Geist!

Ebenso kann eine kreative Szene für die Wirtschaft in einer Stadt sehr produktiv sein. Wo sonst findet man den Nachwuchs für die eigene Kreativabteilung. Wenn junge KünstlerInnen,z.B. junge InternetdesignerInnen, eine Plattform erhalten, um ihre Kunst präsentieren zu können, machen sie nicht nur Werbung für sich, sondern steigern auch das Ansehen, das Prestige, der Stadt. Zusammenfassend lässt sich also feststellen, dass durch Kulturförderung das kulturelle Angebot und somit auch die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Bad Homburg erhöht werden.

Junge KünstlerInnen fördern!

Junge KünstlerInnen suchen Räume für ihre Kunst und würden sich dabei über die Unterstützung der Stadt freuen. Doch es gibt einige Stimmen, die sich dagegen wehren. Sie meinen, es sei nicht die Aufgabe der Stadt oder man könne nicht eine kleine Gruppe mit Steuergeldern finanzieren, während andere davon nichts hätten. Dass die Stadt Bad Homburg mit Hilfe der gleichen KünstlerInnen-KritikerInnen auch in anderen Bereichen einzelne Gruppen fördert, z.B. in der Kinder- und Seniorenpolitik, halten wir für richtig, da dies zur kulturellen Vielfalt zählt, die wir in unserer Politik befürworten. Die Kritik der Subventionierung der Künstler beinhaltet auch, dass diese der Stadt Bad Homburg nichts zurückgäben. Das halten wir für grundlegend falsch. Die geförderten KünstlerInnen würden gerne ihre Kunst in der Stadt vorstellen. Jedoch fehlen dafür die nötigen Plattformen. Man könnte bei städtischen Empfängen oder Veranstaltungen den jungen KünstlerInnen die Möglichkeit geben, ihre Kunst, die sie mithilfe der Stadt ausüben, präsentieren zu können. Damit würde die Stadt nicht nur die KünstlerInnen fördern, sondern eine Identifizierung zwischen der Stadt und den KünstlerInnen schaffen. Somit wird die Kunst ein Ausdruck der Stadt und die Stadt ein Ausdruck der Kunst.

Doch um dies realisieren zu können, müssen die KünstlerInnen gefördert werden. Dies ist nicht nur durch finanzielle Hilfe möglich. Die größte Aufgabe der Stadt liegt darin, die nötigen Räume zu schaffen. Darunter verstehen wir, Räume zu finden, in denen die Kunst produziert und präsentiert werden kann.

Kulturbahnhof und Areal

Mit dem Kulturbahnhof wird das kulturelle Angebot der Stadt Bad Homburg erheblich gesteigert. Es wird nicht nur ein Bahnhof der Reisenden, sondern vor allem ein Bahnhof der Begegnungen. Dabei wird die kulturelle Vielfalt im Mittelpunkt stehen. Von Theater und Musik über Kunstausstellungen und -galerie wird alles im Kulturbahnhof vertreten sein. Dabei befürworten wir das generationenübergreifende Konzept. Der Kulturbahnhof soll ein Platz der Begegnungen von allen Menschen sein.

Dabei gilt es, das Areal um den Bahnhof gleich mit zu gestalten. Dabei soll der Vorplatz des Bahnhofes dem neuem Kulturbahnhof ebenbürtig sein und als ein Platz, den man gerne besucht, wahrgenommen werden. Bezüglich der Gestaltung des jetzigen Postgeländes unterstützen wir die Planung des Move&Groove Centers sowie eines Kinokomplexes.

Bad Homburger Sommer der Jugend

Der Bad Homburger Sommer ist aus der Stadt nicht mehr weg zu denken und das zu Recht. Wir möchten den Bad Homburger Sommer weiter ausbauen und neue Gesellschaftsgruppen ansprechen. Wir setzen uns dafür ein, dass das Open-Air-Kino seine Veranstaltungen ausbaut. Des Weiteren wollen wir in Zusammenarbeit mit dem E-Werk vermehrt Konzerte und Bandwettbewerbe für junge Erwachsene während des Homburger Sommers anbieten.

Jubipark der Generationen

Der Jubipark der Generationen ist für alle BürgerInnen frei zugänglich. Bereits jetzt laufen regelmäßig die JogerInnen durch den Park, der Spielplatz ist täglich gut belebt und viele Menschen genießen im Sommer auf der Wiese die Sonne. Wir wollen die Öffnungszeiten aus der Stadtordnung streichen, denn ein Park ist ein öffentlicher Platz und sollte daher für alle BürgerInnen rund um die Uhr offen sein.

Natur ist auch Kultur

Natur ist auch Kultur. Im städtischen Alltag vergisst man gerne auch mal seine Umwelt und den Grünstreifen. Bad Homburg hat mit dem Hirschgarten und anderen Naturschutzgebieten viel Natur zu bieten. Doch Natur ist nur begrenzt. Wir wollen die Natur und den Grünstreifen erhalten und lehnen jegliche Bebauung darauf ab. Natur ist nicht nur ein Raum für Lebewesen, sondern dient uns auch als Erholung für Körper und Geist. Kinder können in der Natur viel lernen. Sie lernen, wie der Lebensraum von Tieren aussieht und wie dieser sich in seiner Vielfalt durch die Jahreszeiten und andere Einflüsse verändert.